Der Neubau an der Pardellgasse

liegt eingebettet im Wingert

Die Stadt Maienfeld ist nicht nur für den Weinanbau, sondern auch als Wohnort in der Bündner Herrschaft sehr attraktiv. Die langgezogenen Hänge, die sich stets nach Südwesten orientieren, sind durch den Weinanbau über die Jahrhunderte geformt worden. Die typischen Mauern um die Wingerte, wie die Weinbauflächen alemannisch heissen, durchziehen wie ein fein gewobenes Spinnennetz das Stadtgebiet und grenzen öffentliche Strassen von privatem Raum ab. 

Im vergangenen Jahr ist einer der am Stadtrand liegenden Wingerte an der Pardellgasse zur Überbauung freigegeben worden, sodass vier neue Wohnbauten entstehen können. Im alten Wingert stehen drei grosse Birnbäume, von denen der eine zusammen mit der Wingertmauer ein für die Herrschaft nicht einzigartiges, aber sehr schönes Ensemble bildet. 

Das Projekt spielt mit diesen beiden charakteristischen Elementen – mal ist es die Wingertmauer alleine, die im Zusammenspiel mit der Garage einen gefassten Eingang bildet; mal ist es der Birnbaum, dessen Baumkrone ins Elternbadezimmer reinzuragen scheint. Vor dem Klavierzimmer im Wohngeschoss treffen die beiden Elemente aufeinander und formen zusammen mit dem Haus einen geschützten Platz zum Verweilen, der im Hochsommer von den milden Sonnenstrahlen der Abendsonne gestreift wird.

 

Das Wohngeschoss mit Cheminée orientiert sich auf den grosszügigen Garten und wird visuell durch eine niedrige Natursteinmauer im Freien begrenzt. Die Trennung zwischen innen und aussen, zwischen warm und kalt, erfolgt durch eine technisch ausgereifte, filigrane Verglasung mit elektrisch steuerbaren Schiebefronten, die ein Raumgefühl suggeriert, im Garten zu leben. 

Das darüber liegende Schlafgeschoss gibt dem offenen Grundriss im Erdgeschoss Halt und macht den Weg frei für die wunderschöne Fernsicht auf das Benediktinerkloster Pfäfers aus dem 8. Jahrhundert

Leistungsumfang

Architektur und Ausführungsplanung 

Bauherrschaft

Privat

Jahr

2016-2018

Bausumme

Auf Anfrage